Nov 17
           Räumliche Strukturen spielen eine herausragende Rolle jeder städtebaulichen und raumbezogenen Analyse oder Planung. Die Frage stellt sich vor jedem Planungsvorhaben, wie können Daten kostengünstig und zielgerichtet gesammelt werden. Die Entwicklungen der letzten Jahre im Internet machen deutlich, dass das Datensammeln, auch oder gerade von standort- und persönlichkeitsbezogenen Daten eine Domäne von Internetservice –Anbietern wie Google, Facebook oder auch Apple mit der Ortung und dem Anfertigen von Bewegungsprofilen des iPhones [Lischka 2010]. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, ob die planenden Disziplinen, sofern sie die Möglichkeit besitzen, sich auch an dieser Art Sammelwut beteiligen sollen. Als Antwort kann ein klares „Ja“ gegeben werden, da, wie ein altes Sprichwort schon sagt: „Wissen ist Macht!“ Das für ihn notwendige Wissen erlangt der Planer aber nur durch das Anfertigen einer umfassenden Informationsbasis, die wiederum aus Daten generiert wurde. Vor jeder Planung wird eine Bestandsaufnahme von verschiedenen Attributen durchgeführt. Die ist nichts anderes als Sammeln von Daten. Folglich wäre es nicht im Sinne einer guten Planung, nicht zumindest alle verfügbaren Daten zu sichten, und diese zielgerichtet zu analysieren.

Nicht dass an dieser Stelle den Eindruck entstehen soll, dass das ziellose Sammeln von Daten, die Anfertigung sogenannter „Datenfriedhöfe“, eine erfolgreiche Methode in der Planung sei, vielmehr soll das Verständnis dafür entwickelt werden, sich jeder verfügbaren Datenquelle zu bedienen. Denn, je größer die Datengrundlage ist, desto mehr Information kann der Planer daraus generieren. Nur so sind planerisches „Wissen“ und damit ein für die Planung wichtiger „Mehrwert“ generierbar.

An dieser Stelle setzen Planungsinformationssysteme für städtebauliche Strukturen an: Sie sollen Wissen generieren und bereitstellen, um Planungsdiskurse zu unterstützen und Planungsentscheidungen herbeizuführen [Streich 2005:248].

Eine Unterteilung von „geowebgestützten Methoden in der städtebaulichen Strukturplanung“ kann wie folgt aussehen und wird in 6 Abschnitten grundsätzlich erläutert und anhand von zwei 2 Best-Practice Beispielen anschließend näher erklärt:

  • Grundlagen der städtebaulichen Strukturplanung
  • Erfassung und Organisation von punktuellen Strukturdaten im Geoweb
  • Erfassung und Organisation von distanzabhängigen Strukturdaten im Geoweb
  • Erfassung und Organisation von flächenbezogenen Strukturdaten im Geoweb
  • Erfassung und Organisation von relationalen Strukturdaten im Geoweb
  • Mental-Map-Prozesse im Geoweb
  • Bereitstellung von Themenkarten und städtebaulichen Plangrundlagen im Geoweb
  • Best-Practice: Flächenmonitoring und Gebäudeleerstandsmonitoring
  • Best-Practice: Touristeninformationssystem „Alexplore“

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